Wenn Du Denkst, es ist teuer, einen Profi anzuheuern, warte bis du einen Amateur angeheuert hast.

„Unterschätzen Sie die Tragweite des 6-Cent-Wortes?“

Todsünde vieler Unternehmer:

„Sie wurschteln mit „Null Komma nix“ herum und unterschätzen die Tragweite des 6-Cent-Wortes“

 

„Ich habe Texter, die in Null Komma nix Blogtexte schreiben“, so ein mittelständischer Unternehmer.

Und genau dieser Unternehmer bat mich kürzlich um einen positiven Kommentar auf dem noch recht jungfräulichen Blog.

Allein die Frage wunderte mich schon etwas, denn wenn die Artikel gut sind und das Thema die Leser interessiert, ja vielleicht sogar provoziert, dann kommen die Kommentare fast von selbst.

Ich schaute mir den Blogartikel an und fragte, ob er offen sei für ein paar Tipps. Natürlich stimmte er zu, denn wer will schon gerne auf ein paar kostenlose Profi-Tipps verzichten.

Und ich fragte ihn: „Sind Sie denn auch schmerzfrei? Denn dann bin ich ganz offen zu Ihnen und Sie kommen in den Genuss von ein paar wirklich wertvollen Kniffen, die Sie in Zukunft bei Ihren Blogbeiträgen anwenden sollten.“

Schmerzfrei? Oh weh, was mag denn jetzt kommen?! Nach einer gefühlten Minute der Stille, stimmte er mir etwas irritiert zu.

Nach einem kurzen Seufzer kam die Wahrheit ans Tageslicht

Mein Ziel war auf der ersten Etappe erreicht, denn ich hatte seine volle Aufmerksamkeit. Und er war gespannt, was denn nun folgen würde.

Ich holte tief Luft:

„Also, Blogbeiträge sind nicht nur ein wenig Geschreibsel, nur weil Ihre Texter einigermaßen schreiben können. Sie sollen Ihre Leser begeistern, damit diese von selbst kommentieren.

Momentan haben Sie rund 3 Seiten Text, der wirkt wie ein Klumpen Teig. Zäh, unförmig, nicht schmackhaft. Außerdem erinnert er mich eher an einen Presse- als an einen Blogartikel.“

Anhand eines kurzen Seufzers und eines ebenso kurzen Statements seinerseits kam die Wahrheit ans Tageslicht. Der Basisartikel war aus dem Netz geklaut und wurde von dem Texter ein wenig umformuliert. Vielleicht auch noch durch einen Spinner gejagt.

Haha, enttarnt…  Null Komma nix…  das kann jeder…  mich wunderte jetzt nichts mehr.

Und so setzte ich mein Text-Seziermesser an und filetierte den Text.

  • Sätze zu lang: 25 bis 30 Wörter.
  • Abschnitte zu lang: Mehr als 5 Zeilen, teilweise bis 8.
  • Mehrere Aussagen in einem Satz: Dadurch schwer lesbar und schwer verständlich.
  • Unübersichtlich: Keine Subheads.
  • Dem Leser erschließt sich nicht auf Anhieb, was das Ziel des Textes ist beziehungsweise, was der Autor sagen will.

Unter uns, liebe Leser: Ich glaube kaum, dass dieser Text einen mittelständischen Unternehmer vom Hocker reißt. Weil er nicht versteht, worum es geht.

 

Hochwertige Qualität sollte für Profis normal sein

„Sie wollen doch hochwertige Qualität. Dann sollte man die Aussagen knackig auf den Punkt bringen. Deshalb ist es eine Todsünde, dem werten Leser seine knappe Zeit zu stehlen. Ist nicht böse gemeint, sondern wichtig für die Reputation Ihres Unternehmens.“

Genau das ist kein Einzelfall. Es gibt jede Menge Unternehmen, selbst Werbeagenturen, die Textaufträge vergeben und die Schreiberlinge nach Cent pro Wort bezahlen. Und dann kommt eine miese Qualität dabei heraus. Billig ist nun mal billig und nicht preiswert.

Denn wir wissen doch alle, die Angebote im Markt sind vielfältig und vergleichbar. Und da sollte man sich als Unternehmer deutlich von der Masse positiv abheben. Der Kunde entscheidet letztendlich, ob er bei Ihnen kauft oder bei der Konkurrenz.

Hey und dann redet ihr immer von professioneller Qualität. Und Ihr macht euch kaum Gedanken über die Worte die ihr übers Netz auf die Menschheit loslasst.

Liegt es an der Anonymität im Netz? An der Respektlosigkeit den Kunden gegenüber?

Oder woran liegt es?

 

Gewinnt Ihr Gärtner das Online-Business-Rennen?

Klar steht euch nicht der Kunde von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Glaubt mir, er weiß mehr über euch, als euch lieb ist. Lediglich ein wenig Recherchearbeit und ihr seid gläsern. Nix NSA und BND. Jeder hat die Möglichkeit.

Und jedes Wort, jeder Artikel sagt so viel über euch aus. Im Offline-Geschäft macht ihr es doch richtig. Wieso seid ihr dann so oberflächlich im Online-Business?

Kommen wir zurück zu den Texten, die ihr auf die Menschheit loslasst. Gute Texte schreibt niemand in Null Komma nix.

Das bestätigt jeder Profi. Recherche, Zielgruppenanalyse, sich mit den Eigenschaften, Vorteilen und dem Nutzen des Kunden beschäftigen und überlegen, welche Emotionen reingehören. Arbeiten, die vor dem eigentlichen Schreiben zu erledigen sind. Macht das euer 6-Cent-pro-Wort-Texter?

Oder wie oft gehen Unternehmer hin und lassen mal nebenbei von dem Auszubildenden oder der Sekretärin einen Text zwischen Tür und Angel zaubern.

Habt ihr euch jemals Gedanken darüber gemacht, wie gut solche Texte sind?

So sehen dann auch die Texte aus auf der Webseite, dem Newsletter, dem Blog. Also überall da, wo Kundenkontakt mittels Text eine Rolle spielt. Sie sind ein Spiegelbild Ihrer selbst. Das muss erst einmal klar werden.

 

Und was bringen sie? Verkaufen sie? Binden sie Kunden?

Den Bekanntheitsgrad erhöhen sie allemal.

Und Ihre Reputation? Ja klar, fragt sich nur in welche Richtung.

 

Sie lassen ja auch nicht einen Verkäufer oder Außendienstler auf die Menschheit los, der nicht motiviert und gut ausgebildet ist. Sondern einen, der weiß, wie man seine Zielgruppe anspricht und Ihr Unternehmen von der besten Seite präsentiert. Und Ihnen Umsatz einbringt.

Oder schicken Sie Ihren Gärtner ins Rennen? Sicher nicht.

 

Ihr Erscheinungsbild entscheidet

Ihr Erscheinungsbild im Internet ist gleichbedeutend mit dem im realen Leben.  Eine Art Corporate Identity, die sich auch in einer entsprechenden Kommunikation widerspiegelt.

Und genau darauf kommt es an. Dies ist ein entscheidender Faktor, der oft genug sträflich vernachlässigt wird. Ich schreibe das vor dem Hintergrund, dass Google schon immer Wert auf Inhalte in Textform gelegt hat. Deshalb begrüße ich Googles neues Patent gegen sinnlose Texte. Wollen Sie so weitermachen wie bisher. Oder wollen Sie endlich Ihren schärfsten Konkurrenten die rote Karte zeigen?

Ok. Dann setzen Sie jetzt auf Sieg durch professionelle Qualität. Denn nur echte Profis arbeiten mit echten Profis. Und wenn Sie sich keinen echten Profi leisten können, dann machen Sie etwas falsch. Auch die Ausrede, dass Sie ein Startup sind, zählt nicht. Denn wenn Sie mit billigen Laiendarstellern zusammenarbeiten, werden Sie viel Lehrgeld bezahlen. Vielleicht so viel Lehrgeld, dass Sie die ersten 36 Monate Ihrer Selbstständigkeit nicht überstehen.

Wenn Du Denkst, es ist teuer, einen Profi anzuheuern, warte bis du einen Amateur angeheuert hast.